Ein Ort mit Geschichte – Unser Hofsitz

1010 Kaiser Heinrich II legt die Ilzgrenze fest:
Östliches Gebiet fällt zu Kloster Niedernburg,
westliches Gebiet zu Kloster Bamberg
1558 In der Beschreibung der Hofmarken wird Kapfham (Kapfhaim) als Edelsitz im Besitz des Christopfh von Nußdorf erwähnt. Hier wird ausdrücklich die Kirche und die dazugehörige Tafern (Schenke) erwähnt.
Bei der Hausrenovierung 1975 befanden sich auf dem Dachboden noch viele alte Bierflaschen aus der Zeit des Hauses als Schenke.
Im Keller zeugt ein Schrazelloch noch von den alten Ursprüngen des Hauses.
1872 Kauf des Anwesens in Kapfham durch Matthias Schlattl.
Verkauf des Schankrechts nach Oberpolling
Handelt zusätzlich mit Vieh und kauft das Nachbaranwesen.
1921 Sein Sohn Matthias teilt den Betrieb wieder an seine beiden Söhne Matthias (1981) und Alois auf, als die beiden nach dem 1. Weltkrieg aus Frankreich zurückkehren. In dieser Zeit versorgten die beiden Schwestern den Hof, die später ins Kloster gingen. Durch den Kriegseinsatz in Frankreich hat Matthias andere Arbeitsweisen kennengelernt, deshalb gibt es bald eine Sähmaschine auf dem Hof, im Haus eine mit Holz geheizte Trommelwaschmaschine und einen Backofen.Die Milch wurde damals noch in Milchkannen mit dem Pferdewagen nach Fürstenstein zur Milchverkaufsstelle gebracht. Molkereien gab es zu der Zeit noch nicht.
1958 Bau eines neuen Stalles, damals Kuh- und Saustall, heute sind dort die Bumal.
1960 übergibt Matthias Schlattl den Hof an seinen Sohn Karl.
1967 Bau einer neuen Scheune mit Kuhstall für 25 Kühe.
Der alte Stall wird für die Bullenmast umgebaut
1975 Gesamtrenovierung des Wohnhauses
1978 Anbau eines sogenannten Tretmiststalls für die Kalbinnen
1993 übernehmen wir den Betrieb von Karls Eltern
Bewirtschaftete Fläche:
Tierbestand:
60 ha
40 Milchkühe mit 100 000 kg Milchlieferrechten jährlich
60 Mastbullen
1996 Da bereits 1993 die Rindfleischpreis im Sinken waren, war das Einkommen für eine neue junge Familie und die Hofübergeber so nicht mehr zu erwirtschaften. Deswegen entschieden wir uns den Haupterwerb in die Milchproduktion zu legen. Zugleich, mehr durch Zufall, kamen die Schwarzbunten Kühe in unsere Herde und lösten nach und nach die Fleckviehrasse ab. Neubau eines Laufstalles für 60 Milchkühe mit Melkstand.Gleichzeitig Zukauf von Milchlieferrechten.
1997-1999 Umbau der Altgebäude für Jungviehplätze. Ausbau des Laufstalles Trockensteher und hochtragende Kalbinnen.
2001 Kauf eines Futtermischwagens, somit gleichmäßige Futterration für die Tiere möglich
2002 Sanierung der Dächer von den bestehenden Altgebäuden
2003 Sanierung der Hofinnenfläche (500 m³)
2008 Neubau einer Lagerhalle
2009 Bau unseres Güllelagers
Verbreiterung des Laufstalles um 23 Liegeplätze mit zusätzlichem Futtertisch
2011 Verlängerung des Laufstalles um 80 Kuhplätze
Bau von einem überdachten Iglustall für die kleinen Kälber
2013 Auslagern eines Teils der weiblichen Nachzucht (Bestandsergänzung)
Befestigung des Betriebsgeländes zwischen Stall und Lagerhalle
2015 Wegfall des Milchkontingentes
Was bringt die Zukunft?

Milchwirtschaft in Bayern