Getreide

Wir bauen in der Regel Wintergetreide an, d.h. das Getreide wird im Herbst in den Boden gelegt. Bei Wintergerste ist die Saatzeit von Mitte September bis Mitte Oktober, bei Winterweizen von Mitte Oktober bis Anfang November.
Die Saatkörner treiben im Herbst aus, in der Regel wenn es der Boden feucht genug ist, und bestocken noch. Bestocken heißt, dass sich die Pflanzentriebe an der Oberfläche verzweigen. Dadurch ist die Erde nicht ungeschützt der Witterung ausgesetzt, die Oberfläche ist damit auch erosionsgeschützt.

Kahlfröste (tiefe Temperaturen ohne Schneeabdeckung) und lange geschlossene Schneedecken sind die Risiken für das Wintergetreide.
Überlebt nur ein Teil der Getreidepflanzen, muss es im Frühjahr untergeackert und das Feld neu bestellt werden, um noch einen positiven Ertrag aus der Fläche zu erzielen.

Gerste

Im frühen Herbst gesät, soll die Gerste bis zu den kalten Tagen bestockt sein.

Wenn über 100 Tage eine geschlossene Schneedecke über den jungen Pflanzen liegt, verschimmeln die Blätter und die Pflanze stirbt.

Die frühesten Ernten von Wintergerste sind bei uns Ende Juni. Die Regel ist aber Anfang Juli als Erntezeit.
Das Lohnunternehmen drischt das Getreide und wir bringen es mit unseren Anhängern nach Hause in unser Getreidelager. Danach werden die Körner in den Lagersilos belüftet, da sie von der Sonne und vom Dreschvorgang noch ganz warm sind und abzukühlen müssen.
Wichtig ist immer, dass an heißen Tagen gedroschen wird. Denn nur dann sind die Körner ganz trocken und werden im Lager nicht schimmlig.
Eine Möglichkeit, um bei anhaltend schlechter Witterung die Ernte lagerfähig zu machen, ist die Körner in eine Trocknung zu bringen.

Das abgemähte Stroh wird auf Feuchtigkeit geprüft und bei uns dann zu eckigen Ballen gepresst.
Mit dem Frontlader wird es auf große Hänger verladen und zuhause in der Halle gestapelt.

Das gesamte Gerstenstroh wird bei uns nach Hause gefahren, da es gut für die Verdauung der Kuh ist und wir es deshalb hauptsächlich verfüttern.

Weizen

Die Weizensaat braucht im alten Jahr nur noch zu keimen und aus der Erde spitzen.
So ist der Boden gefestigt und die Bodenkrume vor Abschwemmung geschützt.

Das Wachstum beginnt im Frühjahr sobald die Temperatur steigt und der Boden sich erwärmt. Dies ist bei uns so Anfang März. Zu dieser Zeit erfolgt auch die erste Düngung je nach Bedarf und Zustand des Pflanzenbestandes.

Druschreif ist das Getreide, wenn es mit dem Fingernagel nicht mehr einzudrücken ist oder beim Trockentest nicht mehr als 13 % Feuchtigkeit besitzt.