Maisanbau

Silomais

Etwa 2/3 unserer Maisanbaufläche wird, wenn die Körner noch etwas feucht bis mehlig (teigreif) sind, als Silomais geerntet. Anfang bis Mitte September ist die Maispflanze bei uns soweit entwickelt.

Dabei wird die ganze Maispflanze ca. 20 cm über dem Boden abgeschnitten und kleingehäckselt, ca. 8 mm lang. Mit großen Transportwägen, die auch ackertauglich sind, wird das Häckselgut in die Silos gefahren und von Schleppern im Silo verteilt fest zusammen gewaltzt.

Zielgenau befüllt der Häckslerfahrer die Transportfahrzeuge
Zielgenau befüllt der Häckslerfahrer die Transportfahrzeuge

Je weniger Luft im Siliermaterial ist, desto besser konserviert die Maissilage und es kommt zu keiner Fehlgärung bzw. Schimmelbildung.

Anschließend muss das Erntegut sofort mit Silofolien und Sandsäcken abgedichtet und luftdicht verschlossen werden. Danach muss die Maissilage vier Wochen reifen (silieren) um nach dem Wiederöffnen zum Verfüttern nicht erwärmt und verschimmelt.

Einbringen vom Mais und sofort mit Walzschlepper verdichten
Einbringen vom Mais und sofort mit Walzschlepper verdichten

Mais wird ja nur einmal im Jahr geerntet, somit muss die Erntemenge bis zum Herbst im nächsten Jahr reichen.

Körnermais

Das restliche Drittel der Maisfläche ist mit einer Sorte Mais angebaut, bei der die Ausbildung der Körner im Vordergrund steht. Dieser Mais bleibt länger am Feld. Erst wenn die Körner nur noch unter 35% Feuchtigkeit enthalten wird der Mais gedroschen. Das heißt, nur die Körner werden geerntet und der Stängel mit Blättern bleibt am Feld.

Diese Pflanzenreste werden mit dem Mulcher geschlegelt und beim Herbstackern ganz in den Boden untergepflügt. Die Pflanzenreste dienen den Mikroben im Frühjahr als Nährstoffe und fördern die Humusbildung.

Die Maiskörner müssen getrocknet werden um sie lagern zu können.

2013 als das Frühjahr so trocken und der Sommer so nass waren, mussten wir unseren ganzen angebauten Mais häckseln um für unsere Tiere, das ganze Jahr über sicher Futter zu haben. Die Graserntemenge war nämlich ebenso schlecht und das konnten wir – Gott sei Dank – über den Mais ausgleichen damit unsere Tiere nicht hungern mussten.